Psychosomatische Rückenschmerzen

Fakten, Tipps und Behandlungsmöglichkeiten

Wenn der Arzt die Diagnose psychosomatische Rückenschmerzen stellt, sind viele Menschen erst einmal verunsichert und ratlos. Wo soll man beginnen? Für einige ist es im ersten Augenblick schwer zu akzeptieren, dass die Schmerzen aus ihrer Psyche heraus entstehen sollen.

Bei einer körperlichen Schädigung wüsste man immerhin woher die Schmerzen kommen. Viele Patienten haben daher die Befürchtung, als Simulant zu gelten. Dabei ist es ein Trugschluß, dass psychosomatische Schmerzen nur eingebildet sind. Sie sind real.

 

Hier auf dieser Seite finden Sie viele interessante Infos dazu,

  • wie Schmerzen überhaupt entstehen,
  • was für Prozesse dabei im Unterbewusstsein ablaufen,
  • welche Zusammenhänge es zwischen Körper und Psyche gibt und
  • welche Schlußfolgerung man daraus ziehen kann, um psychosomatischen Rückenschmerzen erfolgreich zu behandeln.

Viel Spaß beim Lesen 🙂

Ihre Anne Dombrowski

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Inhaltsverzeichnis

 

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1. Kurz und knackig – die 10 wichtigsten Fakten über psychosomatische Rückenschmerzen

  1. Die häufigste Ursache für Rückenschmerzen sind Muskelverspannungen.
  2. Verspannungen in der Muskulatur können durch psychische Faktoren ausgelöst werden.
  3. Bei Stress spannt der Körper an, da im Körper zusätzliche Energien bereitgestellt werden.
  4. Chronischer Stress kann zahlreiche negative gesunde Folgen hervorrufen und neben Rückenschmerzen auch zu Müdigkeit, Energielosigkeit oder Erschöpfung führen.
  5. Schmerz ist ein Alarmsignal des Körpers.
  6. Seelische Schmerzen können sich auf der körperlichen Ebene manifestieren.
  7. Das Schmerzempfinden variiert abhängig von den individuellen Vorerfahrungen, der Bedeutung die man ihm gibt und der Aufmerksamkeit die man ihm schenkt.
  8. Negative Gefühle verstärken die Schmerzempfindung, da die Freisetzung körpereigener Schmerzmittel unterdrückt wird. Die Erwartung an etwas Schmerzauslösendes verstärkt das Schmerzempfinden.
  9. Positive Gefühle und gute Laune lindern das Schmerzempfinden und die Erwartung an etwas Schmerzlinderndes verringert es gleichermaßen.
  10. Schmerzen können gezielt beeinflusst und gelindert werden.

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2. Arten von Rückenschmerzen

Man unterscheidet – je nach Ursache der Schmerzen – zwischen:

  • unspezifische Rückenschmerzen
  • spezifische Rückenschmerzen

Bei spezifischen Rückenschmerzen ist eine eindeutige Ursache für die Beschwerden festzustellen, wie z.B. ein Bandscheibenvorfall oder eine Verletzung.

Bei unspezifischen Rückenschmerzen ist die Ursache für die Beschwerden gar nicht oder nicht eindeutig zu identifizieren. Häufig bemerken Betroffene, dass sich die Schmerzen je nach Stresslevel in der Stärke variieren. Dies lässt darauf schließen, dass emotionale Faktoren eine ebenso wichtige Rolle spielen wie körperliche und für eine erfolgreiche Behandlung entsprechend berücksichtigt werden sollten.

 

Wichtiger Hinweis: Wenn Sie unter Rückenschmerzen leiden, lassen Sie sich bitte immer ärztlich untersuchen, um körperliche Ursachen der Beschwerden auszuschließen. Schmerzen sind immer ein Alarmsignal des Körpers.

Das Vorliegen eines oder mehrere der folgenden Symptome erfordern dringend einen Arztbesuch:

  • Zunehmende Kopfschmerzen, starke Nackensteifigkeit, Schwindel, Tinnitus (Ohrgeräusche) oder Übelkeit
  • Schmerzausstrahlungen in den Arm oder Schmerzen bei der Atmung
  • Gefühlsminderung eines oder mehrerer Finger
  • Ausstrahlende Schmerzen in den Nacken, vorderen Brustbereich, ins Gesäß, die Kniegelenke oder Füße
  • Bei Taubheitsgefühlen oder Kribbeln im Bereich der Beine, Genitalbereich, Gesäß oder Arme
  • Schwächegefühl in der Beinmuskulatur oder plötzlichem Verlust der Blasen- oder Darmkontrolle
  • Unter sportlichen Übungen zunehmende Schmerzen oder Verspannungen
  • Länger als 3 Tage bestehende Schmerzen ohne Verbesserung
  • Anhaltende Rückenschmerzen nach einem Unfall oder in Kombination mit Fieber und Schüttelfrost

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3. Ursachen psychosomatischer Rückenschmerzen

Gründe aus denen Menschen Rückenschmerzen bekommen, sind so zahlreich, wie die, die unter ihnen leiden. Der mit Abstand häufigste Grund für Rückenschmerzen sind Muskelverspannungen. Bei psychosomatischen Rückenbeschwerden werden diese Verspannungen durch psychosoziale Belastungen wie Stress oder Probleme in Beruf und Familie hervorgerufen. Auch aus dem Bewusstsein verdrängte seelische Konflikte können sich in körperlichen und psychischen Krankheitssymptomen ausdrücken.

Doch wie entstehen Verspannungen? Die Ursachen von Verspannungen können die unterschiedlichsten Themen betreffen, wie z.B. den eigene Selbstwert, negative Glaubenssätze, innere Konflikte oder ein Lebensstil, der nicht an den wirklichen Bedürfnissen ausgerichtet ist. Jeglicher innerer Stress kann, wenn er über längere Zeit besteht, zu körperlichen Schmerzen führen. In meiner Arbeit mit Klienten betrachte ich den Rückenschmerz daher immer nur als ein Symptom. Entscheidend ist das Thema dahinter, das den Stress und die Anspannung auslöst.

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4. Das Zusammenspiel von Psyche und Rückenschmerzen

Körper, Geist und Seele sind eng miteinander verbunden und beeinflussen sich gegenseitig. In meinen Augen wohnt eine gesunde Seele in einem gesunden Körper. Im Umkehrschluss bedeutet ein kranker Körper, dass es auch auf der seelischen Ebene etwas zu tun gibt. Ein Sprichwort von Ulrich Schaffer sagt:

„Geh Du vor…“, sagte die Seele zum Körper, „auf mich hört sie nicht, vielleicht hört sie auf Dich.“
„Ich werde krank werden, dann wird sie Zeit für Dich haben“, sagte der Körper zur Seele.

Seelische Belastungen können sich über die körperliche Ebene ausdrücken und lasten nicht selten wie schwere Gewichte auf dem Rücken. Diese Faktoren sind vielfältig und sehr individuell und können z.B. umfassen:

  • Konflikte, Überforderung im Beruf, Familie etc.
  • Unzufriedenheit am Arbeitsplatz
  • Stress, der zu Muskelverspannungen führt
  • Fehlender Ausgleich zwischen Beruf und Freizeit
  • Verhaltensweisen, die im Konflikt mit anderen inneren Bedürfnissen stehen
  • Negative Gefühlszustände, wie z.B. Zukunftsängste oder depressive Verstimmungen
  • Missverhältnis von Arbeitsbelastungen und persönlicher Leistungsfähigkeit
  • Belastungen durch Erlebnisse in der Vergangenheit, die nicht ausreichend verarbeitet wurden

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5. Auswirkungen von Stress auf den Körper

Der Begriff Stress wird als eine „unspezifische Reaktion des Organismus auf jedwede Art von Belastung und die darauffolgende Anpassung des Organismus an diese Belastung“ beschrieben. Stress ist grundsätzlich erst einmal nichts Schlechtes, denn es gibt auch positiven Stress, der unsere Aufmerksamkeit und Leistungsfähigkeit fördert.

Negativer Stress kann zu einer chronischen Anspannung im Körper führen. Er entsteht, wenn wir uns in einer Situation befinden, die unser Unterbewusstsein als eine „Gefahr“ einstuft. In einer potentiellen Gefahrensituation wird der menschliche Körper in Leistungsbereitschaft versetzt, um entweder zu ‚kämpfen‘ oder zu ‚flüchten‘. Dieses uralte Reaktionsmuster ist tief in uns verankert. Dabei passiert im Körper folgendes:

  • Das Gehirn wird aktiviert und vermehrt durchblutet
  • Die Muskelspannung wird erhöht
  • Das Herz schlägt schneller
  • Energie wird bereitgestellt, z.B. in Form von Fetten oder Blutzucker

Bei einer wahrgenommenen „Gefahr“ werden die Hormone Noradrenalin und Adrenalin ausgestoßen. Wird der Stress erfolgreich bewältigt, zerfällt das Adrenalin und der Organismus normalisiert sich. Durch eine Flucht- oder Kampfreaktion wird gleichzeitig die bereitgestellte Energie aufgebraucht.

Wenn wir heutzutage Stress empfinden, dann wird unser Körper ebenfalls in eine Alarmbereitschaft versetzt. Was bei unseren Vorfahren ein Überlebensvorteil war, ist in der heutigen Zeit eher ein Nachteil, denn die freigesetzten Energien können oftmals nicht verbraucht und die von unserem Gehirn eingestufte Gefahrensituation nicht bewältigt werden. Wer kann seinem ungeliebten Chef schon eine „runterhauen“ oder einfach von der Arbeit flüchten. Wird der Stresszustand chronisch, treten häufig irgendwann Symptome wie Müdigkeit, Energielosigkeit oder Erschöpfung auf.

Für eine gestresste Person ist es daher sehr wichtig, die vom Körper bereitgestellten Energien irgendwie abzubauen, da sonst ein körperliches Ungleichgewicht entsteht. Bei vielen Menschen hilft Sport gegen Stress, um die überschüssigen Energien loszuwerden.

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6. Stress und Rückenschmerzen

Durch ein permanentes Versetzen des Körpers in (unbewusste) Alarmbereitschaft kommt es häufig zu muskulärer Anspannung. Und da Verspannungen die häufigste Ursache von Rückenschmerzen sind, kann das insbesondere wenn dieser Zustand dauerhaft besteht – zu Rückenschmerzen führen .

In gewisser Weise kann man Stress als eine Art Vorstufe von Schmerzen verstehen. Da Stress oft nicht ausreichend reduziert wird, greift der Körper zu einem anderen Mittel, um auf ein vorhandenes Ungleichgewicht aufmerksam zu machen. Durch die Schmerzen wird man dann sozusagen „gezwungen“, dem Körper eine Erholungspause zu gönnen. Wird stattdessen für einen ausreichenden Abbau von Stress gesorgt oder verhindert man gar die Entstehung von Stress, dann kann das eine sehr positive Wirkung auf das Schmerzbild haben.

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7. Warum das Unterbewusstsein die Aufdeckung der wahren Ursache behindert

Der Glaube, bei der Ursache der eigenen Schmerzen handele es sich zumeist um eine körperliche Schädigung, ist bei vielen Rückenpatienten sehr tief eingenistet. Es fällt vielen schwer, dies alles als gegenstandslos abzutun. Daran ist vor allem unser Unterbewusstsein schuld. Die Aufgabe des Unterbewusstseins ist es, dafür zu sorgen, dass wir uns gut fühlen. Um uns vor unangenehmen Gefühlen zu schützen, versucht es, uns von der eigentlichen Ursache unserer Rückenschmerzen abzulenken. Denn eine Auseinandersetzung mit dem Thema würde ja vielleicht bedeuten, sich auch mit Gefühlen wie Besorgnis, Angst, Verärgerung oder Frustration zu beschäftigen. Und der Schmerz bietet ihm eine willkommene „Rechtfertigung“ sich nicht mit unangenehmen Gefühlen auseinandersetzen zu müssen.

Indem es uns schützen möchte, hat das Unterbewusstsein also eigentlich etwas Gutes für uns im Sinn. Leider hat die Sache einen entscheidenen Haken. Denn nur eine Beschäftigung und Auseinandersetzung mit diesen negativen Gefühlen bietet die Möglichkeit, diese aufzulösen. Indem das Unterbewusstsein uns davon abhält, findet zwar eine kurzzeitige Verdrängung statt, aber die Ursachen wirken unter der Oberfläche weiter.

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8. Risikogruppen – wer häufiger unter Rückenschmerzen leidet

Natürlich lässt sich nicht die eine Persönlichkeit definieren, die Rückenschmerzen bekommt. Dennoch zeigen sich immer wieder bestimmte Merkmale und Eigenschaften, die bei Menschen mit Rückenbeschwerden vorkommen. Und vielleicht haben Sie die ein oder andere Verhaltensweise auch schon bei sich beobachtet:

  • Hohe Angespanntheit im Beruf
  • Hohes Maß an Hilfsbereitschaft
  • Ausgeprägte Disziplin
  • Hoher Leistungsanspruch
  • Geringe Konfliktfähigkeit
  • Drang zur Pflichterfüllung
  • Perfektionismus
  • Neigung zu Durchhaltestrategien trotz Schmerzen
  • Lieber Zähne zusammenbeißen, statt sich helfen lassen
  • Hohes Maß an Sorgen oder Trauer
  • Unbedingter Wille, nach außen hin Haltung zu bewahren
  • Glaube, immer stark sein zu müssen (auch für andere)

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9. Wofür Schmerzen gut sind

Schmerzen sind ein „unangenehmes Sinnes- und Gefühlserlebnis, das mit aktueller oder potentieller Gewebeschädigung verknüpft ist oder mit Begriffen einer solchen Schädigung beschrieben werden kann“ (Schmerzdefinition der IASP – International Association for the Study of Pain).

Schmerzen sind also eine Sinnesempfindung und ein körperliches und seelisches Erlebnis. Sie lassen sich nicht durch Geräte messen, da sie ganz individuell empfunden werden. Die eigentliche Funktion von Schmerzen ist es, unsere Gesundheit zu schützen und sie sind ein (lebenswichtiges) Alarmsignal des Körpers, dem man unbedingt Beachtung schenken sollte.

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10. Wie Schmerz entsteht

Bei Auftreten einer bewussten oder unbewussten Überforderung oder wenn eine körperliche oder seelische Leistungsgrenze überschritten wird und der Körper eine ‚Gefahr‘ für die Gesundheit erkennt, können Schmerzen entstehen.

Die Schmerzentstehung beginnt mit der Erregung von Nozirezeptoren (Schmerzfühlern), die im gesamten Körper verteilt sind. Über Nervenfasern wird das Schmerzsignal zum Rückenmark und dann weiter zum Gehirn geleitet, wo es durch unterschiedliche Bereiche verarbeitet wird. Erst im Gehirn wird der Schmerz dann bewusst erlebt und bewertet. Wie wir diesen empfinden, hängt davon ab, welche Erfahrungen wir mit Schmerzen in der Vergangenheit gemacht haben, welche Erwartungen wir an ein möglicherweise schmerzauslösendes Ereignis haben und ob es die momentane Situation erlaubt, dass wir Schmerz empfinden. Im Grundsatz kann man also sagen, dass Schmerzen erlernt werden.

Bei Sport und auch Stress werden verstärkt körpereigene Schmerzmittel produziert. Dies erklärt, warum Rückenschmerzen oft erst nach dem Feierabend verstärkt registriert werden, wenn der Körper zur Ruhe kommt.

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11. Warum wir Schmerzen unterschiedlich empfinden

Es gibt Phasen, in denen man Schmerzen wesentlich stärker empfindet als in anderen. Doch woran liegt das? Wichtige Faktoren sind aktuelle Belastungen, Ängste, Sorgen, Ärger und Stress, die die Beschwerden erheblich verstärken können. Manchmal entstehen Schmerzen überhaupt erst durch einen solchen Gefühlszustand. Auch wer sich z.B. einsam und niedergeschlagen fühlt oder sich stark auf den Schmerz konzentriert, empfindet die Intensität wesentlich stärker.

Unser Organismus funktioniert glücklicherweise auch umgekehrt. Verbringt man einen schönen Abend mit Familie oder Freunden, verspürt man weniger Schmerzen und Entspannung, Ablenkung und Freude lassen die Schmerzintensität sinken. Diesen Effekt kann man sich bei der Bewältigung von akuten Schmerzen zunutze machen.

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12. Das Schmerzgedächtnis

Bleiben Schmerzen auf Dauer unbehandelt, werden Sie chronisch und es entwickelt sich das sogenannte Schmerzgedächtnis. Dieses wird durch zwei Faktoren beeinflusst. Zum einen vergleicht unser Gehirn einen akuten Schmerz mit gespeicherten Schmerzerfahrungen und nimmt daraufhin eine Bewertung vor. Die ständige Schmerzerfahrung führt dazu, dass sie als immer stärker empfunden werden.

Zum anderen verändern langanhaltende oder besonders starke Schmerzen die Nervenzellen des Rückenmarks, die den Reiz an das Gehirn weiterleiten. Es entstehen Rezeptoren die schon bei sehr schwachen Reizen oder gar ohne jeglichen Reiz ein Signal an das Gehirn weiterleiten.

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13. Folgen von chronischen Schmerzen

Chronische Schmerzen können in ihrer Intensität und Ausprägung variieren und bestehen je nach Definition seit 12 Wochen oder mehr. Bei der Entstehung spielen seelische Ursachen eine große Rolle. Angst vor Bewegung oder Belastung und deren Folgen ist ebenfalls eine zentrale Auswirkung. Durch Schonung und Vermeidung von körperlicher Belastung wird die Muskulatur schwächer und die allgemeine Leistungsfähigkeit nimmt immer weiter ab.

Auf der seelischen Ebene erleben Schmerzpatienten häufig Angst, Hoffnungslosigkeit oder Verzweiflung, bis hin zu depressiven Verstimmungen. Auch Schlafstörungen können auftreten. Der Dauerschmerz rückt immer mehr in den Lebensmittelpunkt und die Betroffenen ziehen sich immer mehr zurück, was zu sozialer Isolation oder zum Verlust des Selbstwertgefühls führen kann.

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14. Wie kann man psychosomatische Rückenschmerzen nachhaltig behandeln?

Häufig konzentriert man sich bei der Behandlung von Rückenschmerzen auf die Symptomatik. Die Muskulatur wird gekräftigt, Massagen oder Fangopackungen verschrieben. Wenn die Beschwerden jedoch keine organische Ursache haben – das ist bei ca. 80% der Fall – können die Symptome meist kurzfristig gelindert werden. Sie verhindern jedoch häufig nicht, dass die Beschwerden wieder auftreten.

Durch einen Blick nach innen können Sie Ursachen und Auslöser der Beschwerden erforschen und einen heilsamen Veränderungsprozess beginnen. Unser Inneres, zu dem auch unser Unterbewusstsein gehört, ordnet und beeinflusst alle körperlichen Vorgänge. Es bestimmt zu jeder Zeit unser Empfinden, so z.B. auch, ob wir eine Situation als belastend oder stressig empfinden. Zudem steuert das Unterbewusstsein auch unser Schmerzempfinden, z.B. über das Schmerzgedächtnis. Ein Blick hinter die Kulissen, der sich lohnt!

 

Den richtigen Therapiefokus finden

Die wichtigste Frage bei der Behandlung psychosomatischer Rückenschmerzen ist: was ist das Thema dahinter? Wenn man genauer versteht, welche inneren Faktoren die eigenen Rückenschmerz negativ beeinflussen, dann ermöglicht das eine Bearbeitung der wahren Ursachen der Beschwerden und einen nachhaltigen Therapieerfolg. Diese Themen zu identifizieren, ist eines der wichtigsten Schritte in der Behandlung von Rückenbeschwerden.

 

5 Bausteine für eine erfolgreiche Therapie

Den Schmerz als Botschaft verstehen
Wenn ich weiß, welche Bedürfnisse mein Körper und mein Inneres haben, fällt es wesentlich leichter notwendige Änderungen umzusetzen.
Effektives Stressmanagement
Stress reduzieren ist eines der wesentlichen Elemente zur Linderung von Rückenschmerzen. Dazu gehört auch das Verändern der im Unterbewusstsein verankerten Denk- und Verhaltensmuster.
Schmerzbewältigungstechniken
Durch das Erlernen von effektiven Methoden zur Linderung akuter Schmerzen, haben Sie im Notfall immer das richtige Werkzeug zur Hand.
Entspannungsfähigkeit
Innerlich zur Ruhe kommen und einfach mal den Geist abschalten, sind Dinge, die Schmerzpatienten häufig wieder lernen müssen. Zudem hat gezielte Entspannung auch eine positive Wirkung auf das Schmerzempfinden.
Sport & Bewegung
Mit Sport kann man gleich mehrere positive Effekte erreichen. Einerseits trägt Bewegung zur allgemeinen Fitness bei, man fühlt sich agiler, beweglicher und frischer. Und da Körper und Psyche unmittelbar zusammenhängen, hat Sport auch eine direkte Auswirkung auf die Stimmung. Und wenn wir uns gut fühlen, empfinden wir weniger Schmerz. Zum anderen werden Verspannungen reduziert und der Aufbau von Bauch- und Rückenmuskulatur ist auch nie verkehrt.

 

Tipp: Dehnübungen

Bevor man mit der Kräftigung der stabilisierenden Rumpfmuskulatur beginnt, gilt es, für ausreichend Beweglichkeit zu sorgen. Sie wird bestimmt durch die Dehnfähigkeit der Muskulatur, der Sehnen, der Bänder und der Gelenke. Auch wenn es noch nicht möglich ist, sich regelmäßig sportlich zu betätigen, sind Dehnübungen ein guter Anfang. Richtig und wiederholt betrieben, bietet das Dehnen zahlreiche Vorteile.

Vorteile des Dehnens

  • Die Bewegungsreichweite der Muskulatur wird erhöht.
  • Verspannungen lösen sich, der Stoffwechsel wird erhöht, das allgemeine Wohlbefinden steigert sich.
  • Die Entspannungsfähigkeit der Muskulatur verbessert sich.Bewegungsabläufe werden geschmeidiger und das Körperbewusstsein verbessert sich.
  • Durch eine erhöhte Durchblutung wird die Regenrationsfähigkeit des Muskels optimiert.Der Muskeltonus, die Grundspannung der Haltemuskulatur, wird normalisiert und Muskelverkürzungen vorgebeugt.

Das Problem bei Rückenschmerzen sind oftmals nicht zu schwache Muskeln im Rücken. Häufig liegen die Ursachen in den Muskeln am Bauch, dem Hüftbeuger und in der tiefen Beckenmuskulatur. Wenn dort Verkürzungen auftreten, schmerzt es auch im Rücken. Typische verkürzte Bereiche sind ebenfalls die Nacken- und Brustmuskulatur, der untere Rücken, die hintere Oberschenkelmuskulatur und die Waden.

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15. Das Perlentaucher Therapiekonzept für psychosomatische Rückenschmerzen

In meiner Praxis setze ich den Behandlungsschwerpunkt nicht auf die körperlichen Symptome, sondern auf die inneren Auslöser von Schmerzen. Daher ist dieses Konzept ideal für Menschen, die unter stressbedingten Rückenschmerzen leiden. Wenn Ihre Beschwerden in ganz bestimmten Situationen stärker werden und Sie einen Bezug zu wiederkehrenden Thematiken in Ihrem Leben erkennen können, dann ist dieser Behandlungsansatz genau das Richtige für Sie.

Mit Hypnose und Kinesiologie gelingt es, den Blick auf die innere Welt zu richten, wo sich die entscheidenen Dinge in Bezug auf Stress und Schmerzen abspielen. Man kann nicht nur erkennen, welche Ungleichgewichte vorhanden sind. Man kann auch auf die vorhandenen, nicht mehr nützlichen, Denk- und Verhaltensmuster einwirken. Indem man diese Mechanismen für sich nutzt, nimmt man direkten Einfluss auf das eigene Fühlen, die Gedanken, damit auf das eigene Verhalten und letztendlich auch auf die Schmerzen.

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